Die Junior-Forschungsgruppe besteht aus Wissenschaftlern und weiteren Mitarbeitern des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Dresden und des OncoRay-Zentrums. Sie befasst sich mit der Beweglichkeit von Krebszellen im Rahmen der Strahlentherapie. Die Forscher untersuchen das Vordringen der Zellen im Gewebe und die Metastasenbildung.

Zellbewegung und Metastasierung in der Radioonkologie

(A) Schema Invasion und Metastasierung von Tumorzellen und deren Hemmung durch Strahlentherapie und neue Therapien. (B) Invasion von Glioblastomzellen aus einem Sphäroid (Mitte) in eine 3-dimensionale Kollagen Typ-I Matrix. (C) Immunfluoreszenzfärbung invadierender Glioblastomzellen (blau: Zellkern, grün: Aktin Zytoskelett der Zelle). (c) Anne Vehlow

Bisherige Studien legen einen Zusammenhang von Strahlentherapie und der Beweglichkeit von Tumorzellen nahe. Weitestgehend ungeklärt sind jedoch die verknüpfenden Mechanismen und die zugrundeliegenden zellulären und molekularen Prozesse. Die Aufklärung dieser fundamentalen Mechanismen im Rahmen der Strahlentherapie ist das wesentliche Hauptziel der Forschungsgruppe.

Ein weiteres wichtiges Ziel besteht darin, spezielle Merkmale von Tumorzellen – so genannte Biomarker – zu identifizieren, mit denen sich vorhersagen lässt, welche Tumorzellen sich vom Tumor wegbewegen und Metastasen bilden. In weiteren Schritten sollen invasive und metastasierende Tumorzellen im Körper sichtbar gemacht, mit molekularen Therapeutika in ihrer Beweglichkeit gehemmt und für die Strahlentherapie angreifbar gemacht werden.